Schloß Högen

Von Fachleuten zwar als architektonisch unbedeutend eingestuft, ist das im 17. Jahrhundert erbaute Schloß Högen dennoch ein respektabler zweigeschossiger Bau mit klarer Gliederung. Breit und behäbig steht er an der Hauptstraße, prägt das hübsche Bild des gleichnamigen Dorfes. Eine baldige Restauration des Gebäudes ist allerdings wünschenswert, um alte Bausubstanz zu erhalten. Der Ort Högen wird bereits 1043 urkundlich erwähnt. Damals schenkte Kaiser Heinrich III. seinem „minister Pardo" Besitzungen in den villis Wermerischa (Wurmrausch), Hegina (Högen) und Furchenriet (Fürnried), die vorher entweder der kaiserliche Onkel Bischof Gebhard von Regensburg und dessen Mutter Adelheid oder auch ein Vorfahre der Grafen von Sulzbach besessen haben. Man vermutet in Pardo einen Verwaltungsbeamten, der dem Kreis der im Nürnberger Umland angesetzten Dienstmannen zugewiesen werden kann. Im 14. und 15. Jahrhundert erscheinen als Besitzer das Geschlecht derer von Högen, 1557 Jobst Brand von Neidstein, 1574 Hans von Furtenbach zu Reichenschwand, 1580 die Herren von Preysing, 1650 Alexander von Salleth, 1668 Johann Christian Knorr von Rosenroth, schließlich Marquard Leopold Schütz von Pfeilstatt in Eismannsberg, Herr von Schönberg, Heinrich Albrecht von Roeder und Christoph Friedrich Mayer, bevor es in bäuerliche Hände überging.

Quelle: Auf den Spuren von Rittern und Edelleuten
im Landkreis Amberg-Sulzbach
Buch&Kunstverlag Oberpfalz