Münzfunde
Silbermünze

Der Kreisheimatpfleger des südlichen Landkreises Nürnberger Land, Herr Werner Sörgel, fand unterhalb der Burgruine diese Silbermünze aus dem frühen 13. Jahrhundert. Die Münze ist nach Auskunft von Herrn Dr. Maue, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, der Geistlichkeit Würzburgs zuzuordnen, da auf der Rückseite Reste des in Fachkreisen bekannten Bruno-Monogramms erkennbar sind. Allerdings haben im frühen Mittelalter mehrere Bischöfe das gleiche Monogramm auf ihre Münzen geprägt. Am meisten verbreitet war es auf Münzen des Würzburger Bischofs Otto von Lobdeburg (1207-1223). Es ist sicher, dass die gefundene Münze dem frühen 13. Jahrhundert zuzuordnen ist.

 

 

Fundort: Burgruine Lichtenegg, Burgberg
Funddatum: 11. November 2003

 
 

 

 

Raitpfennig

Beim Sieben der unteren Schuttschicht fand Helga Seitz aus Lichtenegg im hinteren Drittel des Palas einen vermutlich österreichischen Rechenpfennig, dessen Vor- und Rückseite hier abgebildet ist. Die Münze stammt höchstwahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. Das würde bedeuten, dass der Schutt mit der Schlacke und den Holzkohleresten vom Brand 1574 stammt. Frau Dr. Codreanu wird das noch genauer prüfen lassen.

Fundort: Burgruine Lichtenegg
Funddatum: 11. November 2003


Die Aufschriften der beiden Seiten lauten:


"DER HAT SELTN GUETEN MUET"
   (GUETEN = guten, MUET = Mut).
"DER VERLORN SCHULD RAIT TUET"
   (RAIT = rechnen, TUET = tut)

Das könnte heißen:
"Wer verlorene Schuld rechnet, ist selten gutmütig".

 

 

Löwenfennig

Ebenfalls im Rahmen der Ausgrabungen des Palas wurde auch diese sehr kleine Münze gefunden. Eine genaue Bestimmung dieses Fundes soll noch durchgeführt werden. Die Abbildung könnte laut einem Münzbestimmungsbuch ein "Löwenpfennig" von 1200 bis 1300 sein.

Dünnpfennig Vorderseite Dünnpfennig Rückseite

Fundort: Burgruine Lichtenegg
Funddatum:  29. März 2004
 

Vermutung von Frau Dr. Codreanu:
Es könnte auch ein "Dünnpfennig" aus dem 13. Jhdt. sein