Sanierungsarbeiten
Nur 1 ½ Jahre nach Vereinsgründung, also Mitte 2000 und damit viel früher, als von uns allen erwartet, konnte bereits mit der Burgsanierung unter Betreuung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) begonnen werden.  

Der 1. Bauabschnitt der Burgsanierung betraf die mächtige Palasmauer zur Dorfseite hin. Dabei wurden die herausgebrochenen Fundamentsteine erneuert, viele offene Mauerfugen mit Kalkmörtel gefüllt und die Mauer selbst in Teilbereichen dreischalig wieder hergestellt. Diese Arbeiten konnten bereits im Herbst 2001 abgeschlossen werden.

Ein 2. Bauabschnitt begann gleich im Anschluss daran und wurde im Herbst 2002 beendet. Es wurde die hohe südwestliche Giebelmauer mit dem Durchgang völlig saniert. Die Torlaibung des Durchgangs wird voraussichtlich etwas später rekonstruiert. Das hängt damit zusammen, dass der noch vorhandene rechte untere Laibungsstein aus Nürnberger Burgsandstein besteht. Das ist für die aus Kalkstein bestehende Burg sehr ungewöhnlich. Wir vermuten, dass im Schutt vor dem Tor weitere Sandsteine gefunden werden könnten. Das BLfD will erst nach Klärung dieser Frage die Torsanierung beenden. Ebenfalls zum zweiten Bauabschnitt gehörten noch der turmartige Mauerrest auf der Nordwestseite und die beiden Mauerreste, die vor dem Haupteingang zur Burganlage stehen und zum Burgfried gehören.

Sanierung der Nordost-Ecke während des dritten BauabschnittsDer Finanzierungsplan für den 3. Bauabschnitt der Sanierungsmaßnahmen umfasste ein Volumen von 65.000 Euro. Er wurde in einem Finanzierungsgespräch im Oktober 2002 festgelegt. Im Frühjahr 2003 führte unser 1. Vorsitzender, Hans Seitz, mehrere Gespräche mit den Herren Karl (BLfD München), Göhler (DLE Regensburg) und Landgraf (Ingenieurbüro ALS Amberg) bei Ortsterminen in Lichtenegg.  Nach intensiven Bemühungen erhielten wir im Juli 2003 eine Genehmigung für einen vorzeitigen Baubeginn. Noch im Juli wurde eine kühne Gerüstkonstruktion an der Nordostecke bis hin zur felsigen Nordseite aufgestellt. Aufgrund eines seitens der Gemeinde/Verwaltung verspätet an die DLE weiter gegebenen Zuschussantrages verzögerten sich Zuschüsse und damit der Baufortschritt. Die diversen Baumaßnahmen des 3. BA zur Sicherung der noch vorhandenen Ruinensubstanz konnten dadurch erst Ende 2004 abgeschlossen werden. Folgende Maßnahmen wurden im Rahmen des dritten Bauabschnittes durchgeführt: 

Ein 4. Bauabschnitt begann als aktuelle Baumaßnahme im Spätsommer 2007. Dabei wurde mit Genehmigung des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege der ehemalige Bergfried (Burgturm) in Angriff genommen. Die Arbeiten umfaßten eine Sanierung noch vorhandener Mauerreste und eine teilweise Rekonstruktion des bei Ausgrabungen festgestellten Verlaufs der mächtigen Fundamente mit einer Breite von ca. 1,80 Metern. Der rechteckige Turm hatte Seitenlängen von ungefähr 10 m. Seine Ecken wurden mit schweren und behauenen Steinquadern versehen. Wegen der exponierten und zum Teil sehr steilen Hanglage war dieses Mal das Aufstellen eines Baukrans erforderlich. Um dessen hohe Kosten zu kompensieren, wurden die Bauarbeiten weitgehend von freiwilligen Mitarbeitern kostenlos durchgeführt. Nur so hatten wir die Möglichkeit, den veranschlagten Kostenrahmen von 30.000 Euro einzuhalten. Die fachmännische Bauausführung selbst erfolgte durch die nach einer vorschriftsmäßigen Ausschreibung beauftragte Baufirma Hans Übler aus dem benachbarten Frechetsfeld. Einen ausführlichen Bericht mit vielen schönen Fotos finden Sie hier (klick).