Fortschritte des 4. Bauabschnitts
Wir möchten Sie hier regelmäßig in Kurzform über die Fortschritte des aktuell laufenden vierten Bauabschnitts informieren.
   
Arbeitseinsätze
An verschiedenen Samstagen leisten wir bei einigermaßen gutem Wetter freiwillige Arbeitsdienste auf der Burgruine. Die Arbeiten sind gleichermaßen interessant und umfangreich!
Während der durchgängigen Bauphase für den 4. BA vom 13.5. - 7.6.2008 haben viele von uns Urlaub genommen und helfen bei den Arbeiten. Falls Sie auch Lust verspüren mitzuhelfen, melden Sie sich doch einfach. Es gibt nach wie vor viel zu tun.

Rückfragen bitte an Richard Pilhöfer, Tel. 09663/1893 richten.
 
 


Der gemeinnützige Förderverein Burgruine Lichtenegg renoviert seit dem Jahre 2000 diese ehemals stolze Burg. Aktuell wird durch den Verein der vierte Bauabschnitt ausgeführt. Die Arbeiten werden hier ehrenamtlich für 0€/Std von uns aktiven Mitgliedern geleistet und wir müssen für unser täglich Brot und Bier während der Sanierung selbst aufkommen. Falls auch Sie Mitleid mit uns haben, wenn wir wie die armen Bergschafe mit dickem Pelz an heißen Tagen vor Durst in zugigen Felsspalten kauern, dürfen Sie unser Leid gerne durch ein Trinkgeld lindern.

Dankeschön von den Aktivisten des FBL



Wir möchten alle Besucher der Burgruine bitten, doch folgende Netiquette während der Bauphase einzuhalten:
  1. Den FBL-Aktivisten einen Kasten Bier auszugeben ist ausdrücklich erwünscht.
  2. Unerwünscht ist, uns bei der Arbeit zuzusehen ohne Regel 1 erfüllt zu haben.
  3. Fragen können an uns gestellt werden und werden nach Erfüllung von Regel 1 auch beantwortet.
  4. Der Briefkasten am Burgeingang ist ausschließlich zum Zwecke von Gaben für Regel 1 installiert worden.

Jetzt geht's an den Bergfried 


Unser Tipp für Lichteneggs neue Attraktion:
Rasten und Brotzeit machen oben auf dem Bergfried

 Lassen Sie sich doch in einer unserer Mitgliederwirtschaften und Metzgereien unseres Vertrauens einen
 deftigen Brotzeitkorb mit ein paar Flaschen Bier oder Wein zusammen stellen. Gehen Sie die wenigen
 Treppenstufen unten vom Garten der örtlichen Wirtschaft nach oben zur Burgruine und genießen Sie auf
 dem vom Förderverein Burgruine Lichtenegg rekonstruierten Bergfried Romantik und Natur.


19.07.2008: Erste Besuchergruppe aus dem Birgland besichtigt unser Projekt

Logenplatz oben auf dem Bergplateau

Aufmerksam lauscht man den Ausführungen des Bürgermeisters zur Geschichte der Burg Lichtenegg
Der Bergfried ist fast schon wohnlich eingerichtet 
Aus erster Hand erfuhr der Frauenkreis Einzelheiten über das einmalige Rundumpanorama 

Der Bürgermeister führte nach der Fertigstellung der Rekonstruktion des Bergfrieds als wohl erste Besuchergruppe des Birglands den Frauenkreis aus Schwend nach Lichtenegg. Die Besichtigung wurde mit einer kleinen Wandertour beginnend in Ammeried kombiniert. Dort wurden die Autos am gemeindeeigenen Wanderparkplatz abgestellt; auf Schusters Rappen ging es durch den Wald, vorbei am ehemaligen Sportplatz des SK-Fürnried, nach Lichtenegg. Das Wetter hat Gott sei Dank ausgehalten und man kam trockenen Fußes in Lichtenegg an. Zur Bezwingung des Burgberges mußte man/frau noch mal ordentlich Kraft aufwenden, um den steilen Weg hinauf zur Ruine bewältigen zu können. Aber die Anstrengungen haben sich gelohnt. Alle waren beeindruckt vom schönen Anblick des neuen Bergfrieds. Viele der Mitglieder des Frauenkreises haben die Burgruine noch in dem verfallenen Zustand vor dem Jahre 2000 in Erinnerung.
Die netten Damen des Frauenkreises Schwend
Die Fotos auf dieser Seite zeigen deutlich, was sich in dieser kurzen Zeit alles getan hat und was möglich ist, wenn wichtige Faktoren wie Initiative, Kön-nen und Fleiß zusammen kommen. Dies sind die nötigen Res-sourcen für den Erfolg einer solchen Unter-nehmung.

In den letzten drei Wochen konnte der FBL die restlichen Bau-, Aufräum- und Verschönerungsarbeiten erledigen. So wurde die im Zuge des vierten Bauabschnitts freigelegte Zwischenmauer im Zwinger befestigt und mit der rekonstruierten Quermauer des Palas verbunden. Der im März diesen Jahres betonierte Sockel der neuen Treppenanlage wurde mit Bruchsteinen verblendet und die Öffnung in der Zwingermauer, welche uns jahrelang als Durchlass für das ausgegrabene Schuttmaterial diente, konnte bis kurz unterhalb des Rundbogens geschlossen werden. Das Erledigen dieser Restarbeiten bot sich an, weil die nötige Infrastruktur wie Kran, Mörtelmaschine und Werkzeug noch verfügbar waren. Während der letzten Wochen wurde auch die Baustelle weiter abgebaut, die Burgruine gesäubert und der Burgberg hergerichtet. Ebenso füllten wir die Fundamentränder der Burg mit Schotter aus, um das Mauerwerk vor Wildwuchs zu schützen. Wir humusierten den Burgbereich sowie blanke Felsplatten und säten Gras an.

Doch zurück zum Besuch des Frauenkreises Schwend. Der Bürgermeister weiß ja genau, wovon er spricht, wenn er eine Führung nach Lichtenegg macht. War er doch in Summe mehr als eine Woche selbst bei der Knochenarbeit "Bergfriedrekonstruktion" dabei. Auch  Klaus Nürnberger aus Kastl wird sich noch lange an die Zusammenarbeit mit unserem Bgm. erinnern und umgekehrt bestimmt ebenfalls - man denke nur an die Steinmännchen mit Inhalt. Die Mitglieder des Frauenkreises hatten übrigens das Glück, den Zeichner der Panoramatafel, Rolf Wolfermann, persönlich begrüßen zu können. Als die Gruppe eintraf war er zufällig auf der Burgruine um mit seinen Vorstandskollegen einige Punkte zu besprechen. So erfuhr der Frauenkreis aus erster Hand viele Einzelheiten über das in unserer Region einmalige Rundumpanorama und über unseren Förderverein. Gespannt lauschten Sie den Erklärungen von Rolf und konnten trotz eines dunstigen Horizonts die Aussicht z. B. auf das Hersbrucker Gebirge in der Abendsonne, auf die Burgen Rothenberg und Hohenstein, auf die Berge rund um Königstein bis hinüber zum Rotbühl hinter Sulzbach-Rosenberg genießen.

Während Rolf den Rundumblick erläuterte, unterhielten wir uns derweil mit Herbert über die noch nötigen Arbeiten wie zum Beispiel eine Absturzsicherung. Versicherungsrechtlich ist überall dort keine Absturzsicherung vorgeschrieben, wo es sich um einen natürlichen Abgrund ohne Bauwerk handelt. Oben im Gipfelbereich braucht deswegen keine Sicherung installiert zu werden, weil es sich dort eben um ein solches unbebautes natürliches Gelände handelt. Wohl aber muss das kurze Stück des Aufgangs nach der Treppenanlage aus dem Palas mit einer solchen Sicherung versehen werden. Dies muss demnächst angegangen werden. Die Gemeinde trägt als Eigentümer hierfür die Verantwortung und wird die Arbeiten durchführen lassen.

Herbert Steinmetz berichtete dem Frauenkreis ausführlich noch viele wichtige Einzelheiten über die Burghistorie einschließlich derer von Preysing, die Gründung des Fördervereins und dessen Burgsanierung in 4 Bauabschnitten; der erste begann bereits im Jahre 2000. Quasi als Zukunftsvision erwähnte er, dass das jetzt bestehende Ensemble der Burgruine eigentlich ein wunderschöner Ort für Freilichtspiele wäre.

Zum Abschluss dieses gelungen Ausflugs zu der vom Förderverein Burgruine Lichtenegg sanierten Burgruine kehrten die Damen auf dem Heimweg im benachbarten Fürnried in einer unserer Mitglieder-Gastwirtschaften zur Brotzeit ein.

 

   
   
27.06.2008: Jetzt kann abgerüstet werden

Die von Rolf Wolfermann aufwendig gezeichnete Panoramatafel ist montiert worden
 

Mal schaun, was uns zur Nutzung des Turmbereichs einfällt: Mit Leben erfüllte, sprich historisch wie kulturell wertvolle und besuchenswerte Veranstaltungen vielleicht?

Die Initialen des Erbauers dürfen natürlich nicht fehlen
 
Die rekonstruierte Quermauer im Zwinger
"An gahnz an schehn Turm homs bauahd, druhm in Lichdneck". So oder ähnlich hört man mittlerweile oft die Einheimischen an den Stammtischen unserer umliegenden Mitgliedswirtschaften reden. "Des moust du ah mol ahschauah" folgt dann meist gleich im darauf folgendem Satz. Und recht haben die Leute. Die Ansicht vom Burgplateau aus ist wirklich beeindruckend. Auch wir Aktivisten des Fördervereins, die mit viel Engagement und noch mehr Eigenleistung dieses Werk mit unser beiden Hände Arbeit selbst erbauten, sind stolz darauf.

Auch der Bereich des Steinlagers vor der Palasmauer wurde schon aufgeräumt

Die Woche ist schon wieder rum und auch auf ehemals Burg Lichtenegg werden langsam die Gehsteige hochgeklappt, oder besser runtergebracht. Die Abbauarbeiten unserer "Aufgerüstung" konnten nämlich diese Woche begonnen werden. Der Kraus'n Reinhard hat die letzten Mörtelreste noch vermauert, sprich Mauerlöcher zugemacht, die zur Befestigung des den Turm auf drei Seiten umlaufenden und auf vier Ebenen aufgeständerten Gerüsts dienten. An der Nordostseite, dort wo der Turm ins Felsplateau beinahe nahtlos übergeht, konnte nach Abklärung mit dem BLfD (Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege) noch eine Schwemmkante aufgemauert werden, um den immer vorhandenen Abtrag des höher liegenden Aussichtsfelses nicht gleich als ständige Geröllspende auf den Bergfriedmauern liegen zu haben.

Am Montag dieser Woche erhielten wir unerwarteten Besuch aus München. Der für uns zuständige Oberkonservator des BLfD, Herr Raimund Karl, schaute vorbei und begutachtete unsere Sache. Sein voller Terminkalender lies es leider nicht eher zu, nach Lichtenegg zu kommen. Aber wir wussten auch so, was wir zu tun hatten. Schließlich haben wir bereits langjährige Erfahrung im Umgang mit der Burgensanierung und einen Bruchsteinmauer-Experten haben wir ja auch. Kurzum, auch Herr Karl war angetan von dem gelungenen Bauwerk. Besonders die schönen Eckverbände mit Kurz- und Langwerk gefielen ihm. Hast du gut gemacht, Reinhard. Der Förderverein spricht dir Lob in verschärfter Form aus.

Der Lagerbereich der riesigen Mengen Steinmaterials vor der großen Palasmauer konnte ebenfalls diese Woche steinfrei und sauber hinterlassen werden. Eine fruchtbare Schicht Humus wurde aufgebracht und der letzte Rest Steine weiter vorne wird auch noch in den Palas gebracht werden. Die Steine stellen so quasi die Vorboten des drohenden 5. Bauabschnitts dar.

Die von Rolf Wolfermann aufwendig in Handarbeit gezeichnete Panoramatafel konnte endlich nach Verbesserung des Rahmens zum Schutz gegen Vandalismus montiert werden. Auch der bei solchen Gelegenheiten sich gern in die erste Reihe stellende Lokal-Touristiker Lichteneggs hat das bereits spitz gekriegt und sich in seiner Homepage dafür prompt bei ihm selbst bedankt. Distinktive, um den FBL nicht nennen zu müssen, freilich nur stellvertretend für all die anderen, welche das ermöglicht haben. Seinem Vernehmen nach freut es ihn ganz besonders, dass er sich an vorderer Stelle dafür eingesetzt hat.

Die Verpflegung für diese Woche lieferten

  • Montag: Sigrid Hönig, FBL-Mitglied, Lichtenegg
  • Dienstag: Hans Gröbe, FBL-Vorstandsmitglied, Lichtenegg
  • Mittwoch: Rainer Mayer, Mitgliedswirt, Haunritz
  • Donnerstag: Georg Rösel, FBL-Noch-nicht-Mitglied, Lichtenegg.

Ein herzliches Vergelt's Gott den edlen Spendern von uns FBL-Aktivisten

Bei Zuwendungsabsicht bitte direkt über unser Baustellentelefon melden: 0151 588 49 847. Wir nehmen noch Lieferungen an, da die Aufräumarbeiten noch andauern..

Der Spruch der Woche: Politik ist die Kunst, dem lieben Gott so zu dienen, dass es dem bösen Teufel nicht missfällt.

 

   
   
21.06.2008: Nun muß nur noch die Krone aufgesetzt werden

Der harte Kern der sechsten Woche
 

Der Kran wartet schon auf neue Aufgaben - im Turmbereich gibt's nicht mehr viel für ihn zu tun
 
Die Steine sind bereits fast alle vermauert
Langsam neigt sich unser Projekt dem Ende zu. Die Ansicht unseres Werks vom Burgplateau aus ist beeindruckend. Mit etwas Fantasie ist der Bergfried von ehemals Burg Lichtenegg jetzt in seinen wirklichen Ausmaßen fast wie auf dem alten Stich von Vogel in voller Pracht zu bewundern. So als hätte er scheinbar die Jahrhunderte ohne Veränderung und Pflege schadlos überstanden. Seit dem Jahre 2000 wird nun durch uns, den Aktivisten des Fördervereins, mit viel Engagement und Eigenleistung die Ruine saniert. Viel haben wir schon erreicht und ein weiterer großer Schritt kann bald nach dreijähriger, harter Arbeit abgeschlossen werden.

Auch der Innenbereich des Bergfrieds ist bereits aufgefüllt und humusiert
Auch mit dem vierten Bauabschnitt setzt der Förderverein das bisherige Werk der behutsamen Sanierung konsequent fort. Jetzt ist durch die rekonstruierte Westseite die ehemalige Burg Lichtenegg um ein weiteres Schmuckstück reicher geworden. Auf lichter Höhe kann nun der Besucher die Ausmaße der knapp 10 Meter breiten Mauern des Turmfundaments aus Bruch- und Feldsteinen betrachten. Dies ist das erste Mal, dass der Förderverein den Hauptanteil der Kosten in Form von möglichst viel Eigenleistung erbrachte. Hierfür nahmen Mitglieder des Vereins eigens Urlaub und auch der Großteil der Gemeinderäte sowie der Bürgermeister leisteten auf'm Berg Knochenarbeit. Schon die nackten Zahlen belegen unsere Tüchtigkeit: In nur sechs Wochen wurden bereits über 2000 Arbeitsstunden beim Mörtelmachen, Steinetransport und Aufmauern erbracht. Über 50 Tonnen Trasskalkmörtel (Trockengewicht) und mehr als 300 Tonnen Steine wurden für den Turm vermauert. Das damit errichtete Mauerwerk hat alleine ein Volumen von etwa 150 Kubikmeter.

Der Innenbereich des Bergfrieds wurde bereits aufgefüllt und mit Humus bedeckt. Nach den noch nötigen Abbau- und Aufräumarbeiten werden die mächtigen Mauern des Bergfrieds wieder etwas mehr von der ursprünglichen Größe der gesamten Burganlage erahnen lassen. In Kürze wird diese Aktion also vollendet sein und die neu entstandene, eindrucksvolle Rekonstruktion wird den Besuchern sicher imponieren.

Die Verpflegung für diese Woche lieferten

  • Montag: Alois Färber, Gasthaus Zum Goldenen Stern, Fürnried.
  • Dienstag: Hildegard Müller, Gasthaus Schöne Aussicht, Poppberg.
  • Mittwoch: Günter Grötsch, Gasthaus Grötsch, Riedelhof.
  • Donnerstag: Erwin Laurer, Gasthaus Goldener Hahn, Fürnried.

Der Oberleiter Ulrich, Bäcker und Komunalwarenhändler zu Fürnried machte eine großzügige Brotspende, damit wir in unserer Not die Wurscht nicht ohne Brot essen mußten.

Ein herzliches Vergelt's Gott den edlen Spendern von uns FBL-Aktivisten

Bei Zuwendungsabsicht bitte direkt über unser Baustellentelefon melden: 0151 588 49 847. Wir nehmen noch Lieferungen an, da die Abbau- und Aufräumarbeiten noch andauern..

Das Plateau im Innenbereich des Bergfrieds sollte in Zukunft mehrmals jährlich gemäht werden um eine schöne Grasnarbe zu erhalten. Vielleicht kann sich ja dazu ein lokaler Touristiker bereit erklären, ist er doch nach eigenen Angaben ein großer Nutznießer unserer Aktion. Sollte dem so sein, würden wir den Mähdienst auch gern als seine erste Arbeitsleistung seit der Burgsanierung anrechnen. Nach getaner Ehrenpflicht könnten wir uns dann guten Gewissens die Hand zum aufrichtigen Miteinander reichen.

 

   
13.06.2008: Bald kann die Rekonstruktion des Bergfrieds in voller Pracht bewundert werden

Immer wieder war trotz des Krans viel Handarbeit nötig

Jeder Stein, gesetzt hoch auf Burg Lichtenegg durch unseren Kranführer Schorsch, passt, sitzt und hat Luft
 

Präzise wird Stein auf Stein für Burg Lichtenegg gesetzt

Umtrunk auf ehemals Burg Lichtenegg zum Feierabend

Auf einem alten Stich ist die Burg Lichtenegg noch in voller Pracht dargestellt. Die Jahrhunderte ohne Bewohnung und Pflege haben davon nur einige Reste, der markanteste davon die hohe Palasmauer zum Dorf hin, übrig gelassen. Seit 2000 wird nun auf Betreiben des "Fördervereins" mit viel Einsatz die Ruine saniert. Viel ist schon erreicht und ein weiterer großer Schritt steht nach harter Arbeit in den letzten Wochen mit der teilweisen Aufmauerung des ehemaligen "Bergfrieds", dem Turm neben dem Hauptgebäude, vor der Vollendung.

Schon von weitem sieht man die Baustelle, denn neben und über den mächtigen Mauern schwingt der filigran wirkende Baukran seinen Ausleger zum Transport der schweren Steine und von Mörtel hin und her. Seit dem Pfingstsamstag, dem abenteuerlichen Transport dieses Baugeräts auf eine Terrasse des Burgbergs, ist ein Trupp freiwilliger Helfer unter Anleitung des Bruchsteinmauerexperten Reinhard Franz von der Baufirma Übler in Frechetsfeld dabei, die Grundmauern des Bergfrieds wiederherzustellen. Dessen Lage und die verschütteten Überreste hatte man bei früheren Grabungen ausfindig gemacht und ebenso die Verbindungsmauer zwischen Palas und dem Turm. Nach genauer Dokumentation und in laufendem Kontakt mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde dieser vierte Bauabschnitt geplant und die Finanzierung gesichert. Dazu gehörte die Leistung möglichst vieler Arbeitsstunden in Eigenleistung. Hierfür nahmen Vorstandschaft mit Vorsitzendem Richard Pilhöfer und Mitglieder des Fördervereins eigens Urlaub und auch viele Gemeinderäte sowie Bürgermeister Herbert Steinmetz scheuten sich nicht vor der Knochenarbeit. Denn in den fast tropisch heißen Maiwochen floss viel Schweiß beim Mörtelmachen, Steinetransport und Aufmauern.

Die Erbauer vor langer Zeit hatten die Schutzwirkung der Burg durch massive Mauern aus Bruch- und Feldsteinen erzielt. Das System hieß "dreischalig", je eine stabile Mauer außen und innen, der Raum dazwischen bis zu einer Gesamtbreite von etwa 1,80 Meter mit Feldsteinen ausgefüllt. Man kann sich vorstellen, wie viel Material da gebraucht wird. Und die Rekonstruktion erfolgt genau so wie der Ursprung, nur mit dem Unterschied des Einsatzes von Trasskalkmörtel gegenüber dem damaligen Baustoff Kalk. Ein "Hilferuf" im Internet mit der Bitte um Unterstützung der Schwerarbeiter durch Brotzeit und Getränke fand bei den Mitgliedswirten Rainer Mayer aus Haunritz und Reinhard Kohl aus Frechetsfeld offene Ohren ebenso zweigte die Brauerei Bruckmüller aus Amberg Bierkästen für die trockenen Kehlen ab. Wenn in Kürze diese Aktion vollendet ist, lassen die Mauern wieder mehr von der ursprünglichen Größe erahnen. Diese geschichtsträchtige "Perle des Birglands" wird ihren Besuchern dann noch mehr imponieren.

Quelle: Hersbrucker Zeitung, 9.6.2008, Autor Franz Müller.

Die Verpflegung lieferte diese Woche

  • Montag: Der Wirts-Rainer aus Haunritz, Gasthaus Alter Fritz, brachte diese Woche warmen Leberkäs und Kartoffelsalat.
  • Dienstag: Rolf Wolfermann gab wieder kund, dass der Hans Raum, Gasthaus Alter Schlosswirt, auch diese Woche ein "Menü" für uns anbietet.
  • Mittwoch: Der Schmie'-Reinhard, Gasthaus zum Schmie'-Paul, Frechetsfeld, brachte erneut ein Sortiment seiner Handwerkskunst.
  • Donnerstag: Eine gehäufte Gretz'n voller Hausmacher-Ware, die für zwei Tage reicht, bekamen wir vom Högner Rudi, Gasthaus Zum Schloß, Poppberg, zum Wochenabschluss in die Baubude.

Ein herzliches Vergelt's Gott den edlen Spendern von uns FBL-Aktivisten

Bei Zuwendungsabsicht bitte direkt über unser Baustellentelefon melden: 0151 588 49 847. Eine Woche brauchen wir noch..
 

   
7.06.2008: Firat Arslan, amtierender WBA-Weltmeister, besucht Burg Lichtenegg

Firat Arslan mit Lebensgefährtin Silvia und
deren Sohn Dennis am Panoramatisch

 

Wir wollten uns nach der vierten Woche endlich von den Strapazen des Bergfriedbaus erholen, da ermöglichte es der Terminkalender von Firat Arslan ausgerechnet an diesem arbeitsfreien Samstag unsere Burgruine Lichtenegg zu besuchen. Also hüpften wir schnell in die Arbeitskluft, nahmen Fotoausrüstung mit und gingen zum Set auf die Burg. Nachdem er die Fortschritte der Baumaßnahmen auf der Burgruine nur vom Hörensagen kannte, wollte er sich persönlich ein Bild von unserem Baufortschritt machen. Angenehm überrascht zeigte sich Firat in Begleitung seiner Lebensgefährtin Silvia und deren Sohn Dennis bei der Besichtigung: „Die erste Begehung eurer Burg vor mehr als einem Jahr war schon was Besonderes, aber jetzt mit dem rekonstruierten Bergfried wird diese Burgruine wirklich zu einem Schmuckstück", so lobte er unser Projekt hoch beeindruckt. Umso mehr als wir die Daten nannten: Bereits in der vierten Wochen haben wir über 40 Tonnen Trasskalkmörtel und an die 250 Tonnen Steine vermauert. Über drei Jahre dauerten die Vorarbeiten für Ausgrabungen, Freilegungen und das Bergen von Steinmaterial aus dem Grabungsschutt und von externen Stellen. Glücklicherweise hatten wir bei heißem Wetter noch ein paar Flaschen Bruckmüller im Kühlschrank. Bereits mit der ersten Flasche war er von dessen Qualität überzeugt (siehe rechtes Bild) und so nutzten wir natürlich die Gelegenheit zu einer ausgiebigen Unterhaltung.

Der Spruch der Woche: „Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.“

 


 
   
6.06.2008: Die Arbeiten der vierten Woche sind geschafft

Drei bis vier Steine am Haken kann der Kraus'n Reinhard in einem Rutsch setzen

 

Der "Catwalk" von Burg Lichtenegg

Eine weitere Woche harter Arbeit auf'm Bergfried ist wieder einmal rum. Dem Bergfried werden wir bald seine zwei Meter dicke Mauern bis zur geplanten Bauhöhe verpasst haben. Täglich arbeiten wir für unser Projekt mit bis zu 15 Leuten gute 9 Stunden selbstverständlich ehrenamtlich. Unsere Aufklärungsaktion hat voll eingeschlagen und trägt mittlerweile Früchte. Wir sind nach vier Wochen ein richtig gut eingespieltes Team. Jeder Handgriff sitzt - keine Umstandskrämerei mehr festzustellen. Die Verpflegungssituation, verglichen mit der Anfangsphase, ist geradezu paradiesisch. Getränke können wir uns Dank der Sammelaktion am Eingang der Burg auch leisten und das Bier trinken wir jetzt kühlschrank-frisch, so wie es unser zweiter Maurer, der Utz Hans ausschließlich mag. Mittags gibt's der Jahreszeit entsprechend Leberkäs, Bratwürscht mit Sauerkraut, Schnitzel oder auch mal ein-zwei Bauernseufzer von unseren Mitgliedswirten abwechselnd direkt in die Baubude geliefert. Nachmittags versorgen uns dann unsere Frauen mit Kaffee und Kuchen. Recht Herzlichen Dank möchten wir euch auf diese Weise aussprechen, liebe Sigrid, Monika, Gunda, Inge und Petra.
Last but not least: Unsere fleißigen Helfer vom Werkhof Amberg-Sulzbach sind inzwischen nahtlos in die Bergfried-Burgbaustelle integriert, legen sich kräftig ins Zeug und, so haben wir den Eindruck, freuen sich jeden Tag mehr auf das Spanferkel des Bergfried-Einweihungsfestes.

Apropos Speis und Trank dieser Woche

  • Die Bratwürscht mit Sauerkraut und Kartoffelsalat lieferte Alois Färber aus Fürnried, Gasthaus Zum Goldenen Stern. Er brachte auch gleich noch reichlich Getränke mit.
  • Der Hans Raum, Gasthaus Alter Schlosswirt, hat durch Rolf Wolfermann bescheid geben lassen und gleich mehrere "Drei Gänge Menüs" für uns zur Auswahl angeboten.
  • Der Högener Dorfwirt Dieter Roth, Gasthaus zum Dorfwirt, brachte Schnitzel aus der Pfanne gebraten und Salate dazu.
  • Einen Buckelkorb voller Wurstwaren trug Erwin Laurer, Gasthaus Goldener Hahn Fürnried, zum Wochenabschluss in die Baubude.

Ein herzliches Vergelt's Gott den edlen Spendern von uns FBL-Aktivisten

Bei Zuwendungsabsicht bitte direkt über unser Baustellentelefon melden: 0151 588 49 847. Wir haben's noch nicht geschafft - zwei Wochen wird's noch dauern.

Und der Spruch der Woche: „Wer die Welt bewegen will, muss sich selbst bewegen.“

 

 

   
30.05.2008: Der Bergfried wächst unaufhaltsam

Immer höher hinaus müssen die schweren Lasten bewegt werden

Zur Abwechslung soll hier mal ein etwas anderes, ins Internet gestelltes, aber recht selten gelesenes Gedankengut, eines über den Förderverein und dessen Bauvorhaben anscheinend recht gut informierten Schreibers, selbst jedoch kein Mitglied unseres Vereins, auszugsweise rezitiert werden. Auch unserer Vorstandschaft war das Zeug weitestgehend unbekannt. Der Text ist zwar aus dem Kontext genommen und wo nötig, ergänzt worden, aber zur Einordnung taugt's allemal. In nicht kursiver Schrift sind zum besseren Verständnis unsere Ergänzungen eingefügt.

Lichtenegg ein verträumtes Dörfchen oben im Bayerischen Jura - Ruhe und Natur pur. Mitten im Dorf erhaben auf dem Berg seht die altehrwürdigen Burgruine, ehemals Burg Lichtenegg. Wellness für Leib und Seele in dieser Idylle. Nur ab und zu will uns ein Widersacher durch seine beiden Zöglinge Gerch und Rudi a klaans bissala aufmisch'n und Bewegung in unsere Gemüter bringen, freilich nur um Positives bewirken zu wollen ohne jedoch irgend jemanden beleidigen oder schädigen zu wollen. Denn erst durch diese aufschlussreichen Belehrungen kommen wir  (die des Lesens und Schreibens kundigen Schouf der Vorstandschaft?) auf die richtigen Gedanken und sind erst dadurch in der Lage die Sanierung und Rekonstruktion der Burgruine mittlerweile im vierten Bauabschnitt zu initiieren, organisieren und selbstverständlich mit unser beiden Hände Arbeit auszuführen. Wir Lichtenegger (ist mit Berchblääidl eigentlich der gesamte Förderverein oder nur die Vorstandschaft gemeint?) wollen ja mit Hilfe der Gemeinde Birgland (oder war es umgekehrt - na ja, egal wie, da kann uns Gerch und Rudi ja mit weiteren geistigen Ergüssen aufschlauen) all das, was insbesondere unter dem ehemaligen Vorsitzenden des Fördervereins Burgruine Lichtenegg e.V. und seinen willigen Helfern an Sanierungsarbeiten oben auf der Burgruine Lichtenegg geleistet wurde, ... zum Abschluss bringen. Wenn wir den vierten BA eigentlich nur noch abschließen müssen, warum plagen wir uns dann, innerhalb von nur 4 Wochen über 40 Tonnen Trockenmörtel und an die 250 Tonnen Steine  zu vermauern? Wohlgemerkt ohne die über drei Jahre dauernden Vorarbeiten für Ausgrabungen, Freilegungen und Bergen von Steinmaterial aus dem Grabungsschutt oder von externen Stellen.

Zu dem Ganzen gibt's dann auch noch einen Klartext: Der bereits in 2004 geplante 4. Bauabschnitt - u.a. Sicherung vorhandener Fundamente und teilweise Rekonstruktion des Bergfrieds soll jetzt in 2008 durchgeführt werden. So ist es die Absicht, wenn ihnen Gerch und Rudi nicht durch Dritte einen Strich durch die Rechnung machen. Nach Verwirklichung des 4. Bauabschnitts mit einem Volumen von rund  30.000€ wird die Sanierung der Burgruine in der Hauptsache abgeschlossen sein.?.!.&.? Da weiß einer besser bescheid als wir! ?.!.&.?  Auf nach Lichtenegg!

Unser Kommentar dazu: Den warmen Leberkäs mit Kartoffelsalat lieferte heute Rainer Mayer aus Haunritz, Gasthaus Alter Fritz

Der Spruch der Woche: „Wenn die Menschen nur über Dinge reden würden, von denen sie etwas verstehen - das Schweigen wäre bedrückend.“

 

   
27.05.2008: Der Kohl Reinhard aus Frechetsfeld machte den Zweiten

Auch der Fortschritt der zweiten Woche ist gewaltig, obwohl jetzt bereits bis zu zwei Meter breites Mauerwerk auf fünf Meter Höhe aufgebaut wird

Lang hat's nicht gedauert, bis uns der zweite Vorzeigewirt einen großen Korb Brotzeit spendierte. Auch der Kohl Reinhard aus Frechetsfeld, Gasthaus Zum Schmie' Paul, erhörte unseren Brot- und Bierappell, den wir hier ins Internet stellten. Er sagte, "wenn's wieder wos bracht's, roufts ahh und i'h bring enkh wos vouhbei". Montags und Dienstag liefert er kalt, ab Mittwoch können wir warm beliefert werden. Das freut uns natürlich. Zeitgleich rief auch der Mayer Rainer aus Haunritz, Gasthaus Alter Fritz, bereits zum zweiten Mal an und versprach uns für diese Woche noch eine Lieferung warmen Leberkäs'. An der Brotzeit kann's also nicht mehr liegen, wenn's mal langsamer geht. Gott sei Dank haben wir Burgenbauer im Verein ausnahmslos anständige und g'scheidte Wirte, welche hier vorbildliche Unterstützungsarbeit leisten und es uns an nichts fehlen lassen. Ein herzliches Vergelt's Gott dem Reinhard und seiner Familie von uns FBL-Aktivisten.
 
Bei Zuwendungsabsicht bitte über unser Baustellentelefon melden: 0151 588 49 847

Das Baustellentelefon steht nicht mehr still, gleich für mehrere Tage wollen unsere Mitgliedswirte die Helfer versorgen. Wir haben für die nächsten Tage einen Lieferplan aufgestellt:

Freitag 30.05: Mayer Rainer, Haunritz, Alter Fritz
Montag: 2.06: Färber Alois, Fürnried, Zum Goldenen Stern
Mittwoch: 4.06: Roth Dieter, Högen, Zum Dorfwirt
Donnerstag 5.06: Laurer Erwin, Fürnried, Goldener Hahn

 


   
24.05.2008: Die Umrisse des Bergfrieds sind bereits zu erkennen

Schwere Last hängt da am Haken

Es tut sich Beachtenswertes in diesen Maitagen 2008 oben auf der Burgruine. Grade mal zwölf Tage sind jetzt ins Land gegangen inklusive Feier- und Brückentage und in den Wirtschaften rund um Lichtenegg sind bereits viele lobende Stimmen zu unserem vierten Bauabschnitt und den jetzt schon sichtbaren Ergebnissen zu vernehmen. Unsere Treppenanlage, Panorama- und Informationstafel sowie die Beleuchtungsanlage oder auch das vom FBL jährlich veranstaltete Burgfest mit kulturell anspruchsvollem Programm und großartigem Kinderparcour, um nur einige zu nennen, sind weitere vom Förderverein für die Gemeinde Birgland geschaffene Werte.
Die Rekonstruktion der Verbindungsmauer zwischen Palas und Bergfried ist mittlerweile fertig und die Eckfundamente des mächtigen Bergfrieds sind bereits angelegt und teilweise aufgemauert. Die zentnerschweren Steinquader müssen mit dem Kran gesetzt und mit Setzeisen zentimetergenau ausgerichtet werden. Die Mauern des Turms werden dreischalig aufgebaut. Innen und Außen muss Sichtmauerwerk mit ausgesuchten Steinmaterial aufgebaut werden. Die dazwischen liegende, etwa 1,50 Meter breite Schicht wird mit Traßkalkmörtel und unförmigen, sogenannten "gesichtslosen" Bruchsteinen ausgefüllt. Die Qualität der Ausführung des vierten Bauabschnitts wird von regionalen und überregionalen Stellen als absolut gelungen bewertet und verschafft offensichtlich dem Förderverein als auch der Gemeinde Birgland viele Pluspunkte.

Der Spruch der Woche: „Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.“

 


20.05.2008: Der "Wirt's-Rainer" aus Haunritz war der Erste
Der Wirt's Rainer lieferte als Erster

Kaum hatten wir unseren Brot- und Bierappell hier ins Internet gestellt, rief der Mayer Rainer aus Haunritz, Gasthaus Alter Fritz, auch schon an und fragte, wann wir  Brotzeit machen und "ob wir Weißwürscht miegn'". Pünktlich um Zwölfe war die Lieferung da. Er brachte als erster unserer Wirte der Umgebung einen großen Hof'n Weißwürscht und Wiener sowie einen Kasten Bier dazu. Selbstverständlich ist auch er Mitgliedswirt unseres Vereins. Ein herzliches Vergelt's Gott dem Rainer und seiner Familie von uns FBL-Aktivisten. Der Anfang ist also gemacht. Schaum'a mal wie's weitergeht und wie schnell dieser Vorzeigewirt Nachahmer findet.

Bei Zuwendungsabsicht bitte über unser Baustellentelefon melden: 0151 588 49 847

Kleiner Hinweis zum Vergelt's Gott
„Vergelt es Gott!“ ist eine Dankesformel, die vor allem in Süddeutschland und Österreich gebräuchlich ist. Sie entspricht dem hochdeutschen Danke, hat aber einen Hintergrund im katholischen Volksglauben habsburgischer Prägung. Demnach werden Vergelt's Gott in der Ewigkeit gesammelt und man käme in den Himmel, wenn man im Tag drei Vergelt's Gott empfangen würde.

Der Spruch der Woche: „Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.“

 


19.05.2008: Der "Burgbergweg" durch den Wirtsgarten war heute für uns Aktivisten des FBL verriegelt

 

Unsere Helfer, allesamt Mitglieder des Fördervereins, wurden heute mal wieder genötigt, eine extra Runde Burgberg vorne runter, vorne rauf und hinten wieder runter zu laufen, weil uns der Wirt (Anm: kein Mitglied des FBL) den "Burgbergweg" von innen verriegelte. Mittlerweile zählt er sich wohl an vorderster Stelle alleine zu seinen "Freunde Lichteneggs". Wir aktive Mitglieder, durch seine beiden Zöglinge Gerch und Rudi übrigens "Berchblääidl" und "Schouf" genannt, plagen uns oben auf der Burgruine, schleppen Steine, Mörtel und Material und er verriegelt uns kurzer Hand den Weg durch den Wirtsgarten hinunter ins Dorf. Unser ehemaliger Landrat Armin Nentwig, der letztes Jahr den Weg für die vom Wirt initiierte Bebauung mit Betonquader und verzinktem Industriestahlrohr ebnete, sprich die Kontakte, Sachspenden und Gelder organisierte, dachte damals bestimmt nicht, der Aufgang wird nach dem Gusto des Eigentümers des Wirtsgartens anderen Leuten verwehrt werden. Unseres Wissens nach wollte der Landrat durch sein Engagement den Weg für Jedermann zu jeder Zeit gefahrlos begehbar sehen. So jedenfalls ist es von offiziellen Stellen zu hören. Wie vertrauenswürdig so mancher Zeitgenosse ist, konnten wir mit dieser Gängelung heute wieder am eignen Leib erfahren. Aber wir sehen da gern drüber hinweg und arbeiten statt dessen fleißig auf der Burg, damit ein geschäftlicher Nachteil durch uns so gering wie möglich gehalten werden kann und nicht allzu viele Gäste ihren wohl berechtigten Unmut im Wirtshaus bestimmt nicht wegen des Fördervereins oder des drohenden Verfalls dieser, mittlerweile als "Perle des Landkreises" genannten Burgruine, kund tun. Und wäre es angesichts all den Jahren der Sanierungsarbeiten für sein Image nicht von Vorteil, er würde uns mit seiner beiden Hände Arbeit wenigstens einmal helfend zur Seite stehen und sich ein Beispiel an den wirklichen Freunde Lichteneggs nehmen? Sollte für den größten Nutznießer unserer Aktion doch eigentlich Ehrensache sein, oder?
Schade nur, dass auch orts-unkundige Wanderer durch dieses Verhalten gezwungen sind, mühsam einen noch nicht vorhandenen öffentlichen Alternativ-Burgbergweg zu suchen und zu gehen.

Aufgrund der großartigen Fortschritte am Bergfried wuchs freilich auch die Anzahl der Besucher Lichteneggs, so dass über Lichtschranke am Aufstiegsweg im Bereich oberhalb des Backofens die "mehr als rekordverdächtigen Zahlen" durch den Wirt, nachzulesen in seiner Homepage, wahrscheinlich getreu dem Motto "Trau keiner Statistik, die Du nicht selber erstellt hast" ermittelt werden.
Wozu dass, fragt sich der Förderverein? Diese Zahlen sollen doch wohl nicht später, bei etwaigen berechtigten gesetzlichen Auflagen anderer Art, angeführt werden? Und wenn doch, was sollen diese Zahlen aussagen, mit welchen könnte man diese vergleichen, auf welcher statistischen Grundlage beruht das Erhebungsverfahren?
Weitere Fragen drängen sich auf und müssen dringend geklärt werden: Wird auch noch an anderen Stellen gemessen? Wird außer mit Lichtschranke noch mit anderen technischen Installationen das Besucherverhalten überwacht? Wenn ja, werden als Überwachungssen-soren Kameras und Mikrofone verwendet und wo sind diese installiert?

Helfer und Betroffene waren:
Richard Pilhöfer, Erwin Telle, Hans Gröbe, Gerhard Rösel, Georg Pilhöfer, ... und uns nicht bekannte Wanderer

Der Spruch der Woche: Dass in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig.

 


 
 
17.05.2008: Auch am Samstag wird gearbeitet

Das Wetter war sehr durchwachsen. Mehrmals mussten wir den Bauwagen aufsuchen um nicht vom Gerüst gespült zu werden. Aber wir hielten durch und ließen uns vom Wetter nicht entmutigen. Wie sagt schon ein altes Sprichwort: "Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung". Mittlerweile ist die Verbindungsmauer vom Palas zum Bergfried auf knapp drei Meter angewachsen. Der innere Teil zwischen Mauer und Fels wurde mit einer Drainage versehen, um das Regenwasser gerichtet ableiten zu können. Dementsprechend wurde die Hinterfüllung auch nicht gemauert, sondern nur mit losen Steinen trocken ausgefüllt. Die Mauer soll oberhalb des in den Fels gehauenen Bergfriedsockels mit einer Steinkrone ungleichmäßig abgeschlossen werden. Nächste Woche geht es dann an den Bergfried selbst. Mit den vorm Palas liegenden Quadern muss der Sockel angelegt werden. Mal schaun', wer uns nächste Woche unterstützend zur Seite steht.

Abends haben wir für unsere Panaromaplatte noch den Edelstahlrahmen zum Schutz vor Vandalismus angepasst. Natürlich darf nach dieser erfolgreichen Woche ein Prosten auf unsere Arbeit mit unserer Haus- und Burgmarke Bruckmüller Biere nicht fehlen.

Der Spruch der Woche: „Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“

 


     
  
 Vom Bierbrauen verstehen sie was. Klar, denn die Brauerei Bruckmüller hat Tradition. Schon seit über 500 Jahren wird in dieser Brauerei Bier hergestellt. Dass seit über 500 Jahren an ein und derselben Stelle gebraut wird, das ist selbst in Bayern eine Seltenheit.


Als Haus- und Burglieferant hat uns die Brauerei Brückmüller für jede Woche Einsatz oben auf'm Berg einen Kasten Freibier zugesagt. Auch nicht schlecht - je langsamer wir arbeiten, desto mehr bekommen wir.
 

Ein herzliches vergelt's Gott an Anton Bruckmüller von uns FBL-Aktivisten.
 

 
  
     

 
15.05.2008: Erste Ergebnisse werden begutachtet

Die Heimatforscher, Grabungstechniker und Historiker beraten. Unterdessen sind die Maurerarbeiten bereits vorangeschritten und der linke Teil der ehemaligen Verbindungsmauer zwischen Palas und Turm ist bereits auf eine Höhe von zwei Meter rekonstruiert. Unserer Baumaßnahme liegt ein denkmalpflegerisches Erlaubnisverfahren nach dem Denkmalschutzgesetz zugrunde. Somit konnten wir während der Freilegung nicht mehr standsichere Mauerreste nach entsprechender Bild- und Lagedokumentation abtragen, welche in den vorangegangenen Tagen entsprechend statisch dimensioniert wieder aufgebaut wurden. Zur Begutachtung war ein beauftragter Grabungstechniker vor Ort. In Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege werden die einzelnen Bauschritte dokumentiert und abgestimmt. Somit sind wir während unserer Baumaßnahme ständig in Kontakt mit den Behörden um bei etwaigen Unklarheiten schnell auf wissenschaftlichen Beirat zugreifen zu können. Beim heutigen Termin wurde noch einmal die genaue Lage der Fundamente besprochen. Das Einbeziehen der verschiedenen Wissenschaftszweige soll sicherstellen, dass auch wirklich nicht der geringste Zweifel an der Planung besteht und keine Hinweise vor allem auch kulturhistorischer Art übersehen wurden. Die jetzt bereits nach nur zwei Tagen zu sehenden Ergebnisse wurden von den anwesenden Spezialisten als sehr gelungen bewertet.

Der Spruch der Woche: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

 


 
13.05.2008: Die Arbeiten des vierten Bauabschnitts haben begonnen

Die Maurerarbeiten für den vierten Bauabschnitt sind in vollem Gange. Noch am Vormittag konnte der erste Mörtel gemischt werden und Mauerrekonstruktionen anhand von vorliegendem, während den Freilegungen aufgenommenem Bildmaterial, angegangen werden. Die Maurerfirma Übler aus Frechetsfeld wird etwa vier Wochen hier arbeiten. Der Bruchsteinmauerexperte Reinhard Franz, der auch schon in Deinsdorf das abgebrannte, historische Wohngebäude des Justus-Vereins wieder aufgebaut hat, wird fachmännisch die Rekonstruktion der Bergfriedfundamente durchführen. Die Steine wurden noch letztes Jahr herbeigeschafft und vor der Palasmauer deponiert. Umfangreiche Freilegungen der Bergfriedfundamente wurden ja in den vorangegangnen Jahren durch Mitglieder des FBL in Zusammenarbeit mit dem Bodendenkmal-Archäologen vorgenommen. Aufgrund dieser Ergebnisse konnte sehr genau die Lage des Bergfrieds für die Rekonstruktion bestimmt werden. Die Rekonstruktionsarbeiten werden vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro ALS geleitet. Dem Ingenieurbüro obliegt im Rahmen der Planungsphase und Baudurchführung die Koordination der Träger öffentlicher Belange, wie in unserem Fall das Landesamt für Denkmalpflege in München und die Bodendenkmalpflege durch die Außenstelle Regensburg. Als Helfer haben sich aktive Mitglieder des Vereins und aus der Vorstandschaft zur Verfügung gestellt. Viele haben eigens dafür Urlaub genommen. Übernächste Woche wird auch noch der Werkhof Amberg-Sulzbach weitere Mitarbeiter stellen. Somit ist gut gesorgt und die Arbeit wird uns angesichts der massigen Steinhalden so schnell nicht ausgehen.

Der Spruch der Woche: „Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.“

 


10.05.2008: Der Kran wurde auf die Burgruine transportiert

Schweres Gerät wurde benötigt für die aufregende Aktion, einen 15 Tonnen schweren Kran auf die Burgruine zu transportieren. Erste Schwierigkeiten traten bereits im Dorf in der engen Kurve beim Anwesen Loos auf. Mehrmals musste der Fahrer neu ansetzten, um das insgesamt über 30m lange Gespann in die richtige Position zu bringen. Der Kran musste rückwärts bis auf Höhe des Wirtschaftsgebäudes der Familie Kratzer gebracht werden. Dann erst konnte umgespannt werden um entlang der engen Straße durchs hintere Dorf zur steilen Auffahrt der Burgruine zu gelangen. Wieder musste rückwärts über die Lindner-Wiese zuerst der Kran auf den eigens dafür angelegten Wendeplatz gebracht werden. Dort konnte dann der schwierigste Teil der Unternehmung beginnen. Zwei schwere Traktoren mussten vorgespannt werden um den Kran diese enorme Steigung hinauf zu ziehen. Die beiden Fahrer der Traktoren, Mitglieder unseres Fördervereins, leisteten professionelle Arbeit. In langsamer, aber sicherer Fahrt bewegte sich der zusammen bestimmt 40 Tonnen wiegende Tross entlang der 20% Steigung hoch gen Burgruine. Damit ist ein weiterer schwieriger und nicht ungefährlicher Teil unseres 4. BA vollbracht und die eigentlichen Arbeiten können nun zügig nach Pfingsten angegangen werden.

Der Spruch der Woche: „Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben, sondern es ist viel, was wir nicht nützen.“

 


 


12.03.2008: Die Treppenanlage ist fertig gestellt

Die Arbeitspakete für die neue Treppenanlage mit Podest und Geländer zur Verbesserung der Aufstiegswege hinauf zum Burggipfel konnten abgeschlossen werden und auch der neue Fertigstellungstermin wurde eingehalten. Eigentlich sollte die aus Mitgliederspenden und Eigenmitteln finanzierte Treppenanlage, bereits im Sommer 2007 durch den FBL initiiert, schon früher montiert werden. Der uns bislang als verlässlicher Partner bekannte und beauftragte Handwerksbetrieb ist jedoch finanziell ins Straucheln gekommen und hat unseren Terminplan erheblich durcheinander gebracht. Somit mussten wir notgedrungen den Auftrag stornieren und einen anderen Betrieb suchen. Die damit verbundene erneute Vorlaufphase für Angebot und Beauftragung konnte bereits im Januar ausgeführt werden. Aufmaß, Fertigung und die aufwändigen Rüstarbeiten vor Ort konnten daraufhin sukzessive angegangen werden. Aktive Mitglieder des FBL's haben sich wieder einmal kräftig ins Zeug gelegt und Treppenfundamente gebaut, Bohrungen und Auflager angesetzt und halt alles was sonst noch während dieser Phase anfällt, erledigt. Als spätester Fertigstellungstermin konnte mit dem Auftragnehmer unter Berücksichtigung witterungsbedingter Einflüsse in exponierter Lage und trotz der umfangreichen Arbeiten der April festgemacht und eingehalten werden.
 

Der Spruch der Woche: „Es liebt der Böse, das Strahlende zu schwärzen.“