Aktivitäten
Die großen Veränderungen rund um den Burgberg und an der mehr als 700 Jahre alten Burgruine sind auf die Aktivitäten unseres Fördervereins zurückzuführen.
  1. Im Dezember 1998 gründeten 23 Bürger den "Förderverein Burgruine Lichtenegg e.V.". Er unterstützt die hiesige Gemeinde Birgland bei der Burgsanierung. Die vor kurzem noch einsturzgefährdeten Ruinenreste sollen als wertvolles Kulturgut der Nachwelt erhalten bleiben.
     
  2. Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens wurde mit behördlicher Genehmigung 1997 der Burgberg von Wildwuchs befreit. Damit sollte er wieder zu einer typischen Juralandschaft rekultiviert werden, wie sie bis in die siebziger Jahre, als noch das Vieh auf den Weiden graste, vorhanden war. Dieses vorsichtige Roden von Monokulturen durch einzelne Mitglieder des Fördervereins und zusätzlich eine Herde Bergschafe sorgen inzwischen dafür, dass die für den Jura typische Kulturlandschaft einer Wacholderheide mit Silberdisteln, Trockenrasen, seltenen Blumenarten und einzelnen landschaftsgerechten Bäumen entstehen konnte.
     
  3. Der Aufstieg zum 586 Meter hoch gelegenen Gipfel wurde mit Trittstufen und Geländer sicherer gestaltet.
     
  4. Im Sommer 2000 wurde der 1. Bauabschnitt zur Sanierung der mehr als 12 m hohen Palasmauer durchgeführt. Aus den Fundamenten heraus gebrochene Mauersteine und ein Teil der Innenseite wurden erneuert. Ferner füllte man die  Mauerfugen mit Trasskalkmörtel. Die Außenmauern sind dreischichtig gebaut, und zwar mit einer Innen- und mit einer Außenschale und mit einer aus losen Steinen und Kalkmörtel bestehenden Füllung. Aus statischen Gründen wurden fehlende Außen- oder Innenschalen teilweise oder ganz erneuert. Der 1. Bauabschnitt konnte schon 2001abgeschlossen werden.
     
  5. Gleich anschließend, im September 2001, begann der 2. Bauabschnitt an der hohen westlichen Mauer mit dem Durchgang. Deren fehlende Außenschale wurde hoch gemauert. Die davor stehenden beiden Mauerreste des ehemaligen Burgfrieds konnten im Sommer 2002 ebenfalls mit einer Außen- und Innenschale saniert und fertig gestellt werden.
     
  6. An der Nordwestseite legten wir den ehemaligen Eingang der Burg und im Inneren des Palas eine Steintreppe frei. Weitere Ausgrabungen sind inzwischen erfolgt.
     
  7. Die im Januar 2002 vom Historiker Robert Giersch vorgelegten Forschungsergebnisse zur Burggeschichte sind von ihm im Jahre 2004 als Buch mit dem Titel "Burg Lichtenegg - Quelle zur Geschichte der Burg und ihrer Besitzer" veröffentlicht worden. (Altnürnberger Landschaften e.V. Sonderheft 2004, lfd.Nr:48)
     
  8. Ein 3. Bauabschnitt für die restlichen Sicherungsarbeiten begann im Sommer 2003 und konnte im Herbst 2004 bautechnisch abgeschlossen werden.
     
  9. Die neue Treppenanlage mit Podest und Geländer zur Verbesserung der Aufstiegswege hinauf zum Burggipfel konnte eingebaut werden. Der Förderverein hat aus Mitgliederspenden und Eigenmitteln diese normgerechte Stahltreppe finanziert. Aktive Mitglieder haben Treppenfundament gebaut, Bohrungen sowie Auflager angesetzt und alle dafür anfallenden Vorarbeiten erledigt.
     
  10. Der Förderverein kann den Besuchern Lichteneggs die beeindruckende Rundum-Sicht jetzt mit Hilfe eines Panoramatisches erklären. Die relativ hohen Kosten in Höhe von ca. 3.200 € alleine für diese von Rolf Wolfermann gezeichnete Panoramatafel wurden aus Zuschüssen und unserem Verein durch Spenden getragen. Für die im Sommer 2007 angefertigte Panoramatafel wurde im Herbst 2007 ein Panoramatisch mit Jurasteinen durch Hans Seitz und Herbert Steinmetz errichtet.
     
  11. Die Finanzierung für den vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege genehmigten 4. Bauabschnitt konnte schon im Jahre 2005 von Hans Seitz vorbereitet werden. Dabei ging es um die Rekonstruktion der 2006 bis 2007 mit Genehmigung durch das BLfD ausgegrabenen Fundamente und Mauerreste des Bergfrieds (Burgturm). Verschienartig gelagerte Verzögerungen, auch beim vorgeschriebenen Ausschreibungsverfahren, zwangen uns den Baubeginn vom geplanten 1.9.2007 auf den 12. Mai 2008 zu verschieben. Die Arbeiten konnten dann im Mai 2008 unter fachmännischer Aufsicht und Mithilfe durch die beauftragte Baufirma Erwin Hans Übler, Birgland-Frechetsfeld, weitgehend in Eigenleistung von aktiven Mitgliedern des Fördervereins durchgeführt werden.